Betrieb & Gewerkschaft

Protest zeigt Wirkung

Bis 2010 wurden die Beschäftigten der TU Darmstadt nach dem Tarifvertrag des Landes Hessen eingestuft. Dann erhielt die TU die volle Autonomie und damit auch die Dienstherreneigenschaft und die Arbeitgeberfunktion. Seitdem werden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von der TUD selbst geführt und nicht mehr vom Land Hessen. Die Übernahme der Regelungen für Landesbedienstete war jedoch immer nur eine Formsache. Der Tarifvertrag für die TUD weicht so auch nur marginal von dem des Landes ab.

„Tarifvertrag bringt Sicherheit!“

Wer von der Gewerkschaft IG Metall hört, denkt zuerst an Großbetriebe mit einem hohen Organisationsgrad und einem starken Betriebsrat, der über die Einhaltung der Tarifverträge wacht. Doch gibt es auch im Organistionsbereich der IG Metall ganz andere Betriebe, in denen es die Beschäftigten schwer haben, ihre Interessen zu vertreten, die Gründnung von Betriebsräten teilweise ganz verhindert wird.

Merck gibt Verlagerung der Buchhaltung bekannt

Die Firma Merck will 135 Arbeitsplätze der Buchhaltung in Darmstadt nach Wroc­law und nach Manila verlegen. Auch andernorts sollen Arbeitsplätze der Strategie des Konzern zur Profitoptimierung geopfert werden. Merck hatte schon zuvor angekündigt, die Standorte Eppelheim, Steinheim, Berlin und Hohenbrunn schließen zu wollen sowie den Betrieb in Wiesbaden erheblich zu verkleinern. 850 Arbeitsplätze sind von diesen Maßnahmen betroffen.
Im Folgenden dokumentieren wir eine Presseerklärung des Bezirks Darmstadt derIG Bergbau, Chemie, Energie vom 7.8.2017:

Tarifabschluss ohne Schleier

Am 3.März einigten sich die Gewerkschaften (GEW, GdP, IG BAU, ver.di und der Beamtenbund) mit dem hessischen Innenminister Beuth auf einen Tarifabschluss für die Beschäftigten des Landes Hessen. Seit Hessen 2003 unter dem damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) austrat, gibt es in Hessen einen eigenen Tarifvertrag für die Landesbeschäftigten und separate Verhandlungen dazu.